Schlussfolgerungen für das Schulprojekt in Darfur
Meike Meerpohl hat im November 2005 für das Schulprojekt in Tine und im Flüchtlingslager Am Nabak (Duguba) recherchiert und mit den Kräften vor Ort die Beschaffung und Verteilung von Schulbüchern organisiert. Hier der Bericht. Lesen Sie auf dieser Seite, wie in der aktuellen Lage den Schulkindern am besten geholfen werden konnte und was nicht möglich war.
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Mütter aus Darfur vor dem Schild der Darfur-Hilfe, vorne links M. Meerpohl. Auf dem Schild steht: "This School is supported by Darfur Help Foundation".
© Darfur-Hilfe e.V./Meike Meerpohl
Das Problem des Lehrergehaltes zu lösen schien mir für den Darfur-Hilfe Verein zu umfangreich zu sein, schreibt Meike Meerpohl, da bei einer Unterstützung von 56 Lehrern im Flüchtlingslager bei einer Unterstützung über drei Monate bei einem Zuschuss von nur 25 € pro Lehrer schon 4200 € benötigt würden. Davon abgesehen, dass UNICEF sicherlich bei einem Eingreifen in dieses System Einwände hätte, da es einen Konfliktpunkt mit anderen Lagern darstellt. Ähnlich verhält es sich mit Gehältern für Wächter und Schulgebäude.
So haben wir (Hussein Bichara als Vize-Sultan, Adam Shoggar als Schuldirektor aller Schulen und ich) uns für Schulbücher und für Matten in einer Schule, in der es kein Bücherproblem gab, entschieden.
1. Flüchtlingsschulen in Tine-Tschad
Die Schule „Tine 1“, Tine-Tschad
Das größte Problem? Fehlende Bücher!
Problem Ernährung
Fehlende Tafeln und andere Schulgeräte
Gebäude und Miete
Wie Prüfungen absolvieren?
Das Schulgeld
Kindergarten ohne Ausstattung
Besuch der Schule „Tine 2“, Tine-Tschad
Keine Sitzgelegenheiten
Fehlende Tische und Stühle
Besuch der Schule „Tine 3“, Tine-Tschad – die schlechteste
2. Schulen im Flüchtlingslager Am Nabak (Duguba)
Probleme: Lehrergehalt, Schulwächter-Gehalt, Gebäude
3. Schlussfolgerungen für Darfur-Hilfe e.V.
Nachtrag: Aktionen und Regeln der UNICEF in Darfur
Um es gerecht zu gestalten und um Konflikte zu vermeiden, haben wir bei dieser Verteilung den unterschiedlichen Zustand der einzelnen Schulen in Tine sowie in Am Nabak außen vor gelassen und rechnerisch prozentual zur Schülerzahl der einzelnen Schulen ermittelt, welcher Anteil den einzelnen Schulen zukommt. Darüber hinaus ermittelten wir prozentual, wie viel den einzelnen Klassen einer jeden Schule anhand der Schülerzahl der Schule zusteht und wie viele Bücher das für jede einzelne Klasse bedeutet. Um eine Einkaufsliste zu erstellen, haben wir weiterhin versucht, prozentual zu ermitteln, wie viele Bücher einer Sorte der benötigten verschiedenen Fachbücher einer Klasse zu kaufen seien. Daraus hervor ging eine ewige Kette von Zahlen, da natürlich eine fünfte Klasse mehr Bücher benötigt, als etwa eine erste. Also wurde diese Operation eingestellt.
Anhand der Schülerzahlen in Tine und Am Nabak wurden also etwa 25 % des Geldes in die drei Schulen in Tine investiert und 75 % gingen prozentual an die sieben Schulen im Flüchtlingslager.
Auf dem Markt in Tine gab eine geringe Anzahl von Büchern zu kaufen, die für die Schulen in Tine reichten, wenn auch nicht alle Bücher in der Menge zu bekommen waren, die so schön errechnet wurde. So wurden die Bücher gekauft, die zur Verfügung standen. Das ergab 300 Bücher für die Schulen in Tine. Sie wurden an die Lehrer übergeben und dies dokumentarisch festgehalten.
Die größere Anzahl von Büchern, die für Am Nabak benötigt werden, soll aus dem Sudan besorgt werden. Zur Besorgung der Bücher wurde eine Kommission von Lehrern aus Am Nabak gebildet, die neben dem Sultan Hussein Bishara,
- Adam Shoggar
- Abdelrahman Mahmud Dugod
- Ali Idriss Kasab
- Muhammed Hissein Ali
- Mariam Yakub Abdallah
- Nour es-Sham Zakaria Hasib
- Nour es-Sham Nour Nureen
umfasst.
Unzufrieden und ärgerlich über unsere Operation waren in Am Nabak Omar Muhammed Naher, Mohammeden (…) und viele weitere. Sie sahen es als nicht notwendig an, die Schulen in Tine zu unterstützen, da es sich um kein Flüchtlingslager handelt. Sie hätten gerne 100% der Gelder für sich beansprucht.