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TV-Tipp: Darfur-Reportage am Mittwoch, 19. Januar 2005 [17.01.2005]

Eine Reportage französischer Journalisten sendet am Mittwochabend um 21.30 ARTE.

Darfour - noch immer Krieg
Von Alain Chabod und Wissam Charaf – ARTE GEIE – Frankreich 2005

In zwei Jahren Krieg starben 70 000 Menschen in Darfour im Sudan, die wenigsten unter ihnen Soldaten, mehr als eineinhalb Millionen Menschen wurden aus ihren Häusern in Dörfern und Städten vertrieben. Die ARTE-Reporter sind nach einer ersten Reportage im August ein zweites Mal im Dezember in die vom Krieg zerrüttete Region zurückgekehrt.

Sie stellten fest, daß die Spannungen trotz eines im letzten Jahr unterzeichneten Waffenstillstandabkommens schärfer geworden sind. Die sudanesische Armee versuchte in mehreren Offensiven die Kontrolle über die Hauptverkehrsstraßen wieder zu gewinnen und die Rebellen schlugen zurück. Die Vereinten Nationen verurteilten einen ihrer Angriffe in Tawilah, bei dem sie 27 Polizisten töteten.

Der Gegenangriff der Regierungstruppen aber schlug auch 40 000 Einwohner der Stadt Tawilah in die Flucht. Auf 16 000 von ihnen warf die Armee Bomben, bis sie sich ohne Nahrung, Wasser und Medikamente in die Wüste flüchten konnten. Unsere Reporter fuhren zu ihnen, um ihre kaum vorstellbare Not zu dokumentieren. Etwa 20 000 Flüchtlinge hatten mehr Glück. Es gelang ihnen, das Lager Abu Shock nahe der Stadt El-Facher im Norden Darfours zu erreichen. Dort hilft ihnen vor allem eine franzöische Hilforganisation zu überleben.

Den ARTE-Reportern zeigen bislang unveröffentliche Videoaufnahmen, die zeigen, wie die sudanesische Regierungsarmee die Zivilbevölkerung mit Flugzeugen und Hubschraubern angreift. Dies alles zur großen Erschütterung und Verzweiflung der Truppen der Afrikanischen Union, die eigentlich den Waffenstillstand bewachen sollten. Aber es sind viel zu wenige Soldaten für den Frieden.

17.01.2005 von AH

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